Baumwolle - Das weiße Gold

Definition:
Baumwolle ist die gereinigte Faser aus den Samenkapseln des Baumwollstrauches.
Sie ist die mit Abstand am häufigsten verwendete Faser der Textilindustrie. Über 50% aller verarbeiteten Fasern sind Baumwollfasern.

Historie:
Bereits im 3. Jahrtausend v.Chr. wurde Baumwolle in Indien angebaut. Von den Indern gelangte sie nach China. Aber auch die Inkas verwendeten zu dieser Zeit schon Baumwolle. Im 8.-10. Jahrhundert n.Chr. brachten die Araber die Kultur der Baumwolle von Persien aus nach Nordafrika, Sizilien und Südspanien.

Chemischer Aufbau und Gewinnung:
Die Baumwollfaser selbst besteht aus Zellulose (Kohlehydrate), wobei sich um einen Hohlraum in Inneren mehrere Zelluloseschichten, ähnlich den Schichten einer Zwiebel, legen.

Ihr chemischer Aufbau als Kohlehydratfaser macht Baumwolle wesentlich unempfindlicher gegen Hitze und mechanische Belastung als die leicht brüchigen Eiweißfasern der Wolle und Seide.
Die Baumwollpflanze, ein Malvengewächs wächst als Strauch und erreicht eine Höhe von ca. 25 cm bis 2 m.
Nach der Blüte der Pflanze öffnet sich die Kapsel, aus der die Samenhaare hervorquellen. Diese Samenhaare sind die Baumwollfasern, die nach dem Spinnen zu Spinnfasergarn verarbeitet werden. Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Baumwolle ist die Faserlänge – die sogenannte Stapellänge.

Obwohl Baumwolle eine Naturfaser ist, ist ihr Anbau oft problematisch und mit hohem Verbrauch von Wasser und Agrarchemikalien verbunden.
Baumwolle wird auf etwa 1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde angebaut. Auf diesem 1% werden aber etwa 20% aller weltweit verwendeten Agrarchemikalien eingesetzt.

Eigenschaften:
Baumwolle kann etwa 20% ihres Eigengewichts als Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.
Sie trägt sich angenehm weich, ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv.
Baumwolle besitzt eine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit. Sie ist sehr wiederstandsfähig gegen Hitze, kann problemlos bei 95° C gewaschen und mit über 150° C gedämpft werden.
Damit ist Baumwolle bestens für sterile Artikel im medizinischen Bereich geeignet.

Baumwolle in disana Artikeln:
Baumwolle findet sich in sehr vielen Artikeln unseres disana Programms wieder.
Im disana Wickelset wird Baumwolle überall dort eingesetzt, wo viel Feuchtigkeit aufgenommen werden muß – also in Windeln und Windel-Einlagen.
Die aufgenommene Feuchtigkeit wird rasch über das gesamte Textil verteilt. So kann eine Strickwindel mit einem Eigengewicht von 85 g bis zu 100ml Feuchtigkeit aufnehmen und halten.


Die Pflege:
Dank Ihres chemischen Aufbaus als Kohlehydratfaser ist Baumwolle unempfindlich gegen Hitze, mechanische Belastung und viele Chemikalien.
So kann Baumwolle problemlos bei 95° C in der Maschine gewaschen werden. Heiß bügeln erhöht das Volumen der Baumwolle, lässt sich flauschiger und weicher werden.

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