Die Baumwollfaser selbst besteht aus Zellulose (Kohlehydrate), wobei sich um einen Hohlraum in Inneren mehrere Zelluloseschichten, ähnlich den Schichten einer Zwiebel, legen.
Ihr chemischer Aufbau als Kohlehydratfaser macht Baumwolle wesentlich unempfindlicher gegen Hitze und mechanische Belastung als die leicht brüchigen Eiweißfasern der Wolle und Seide.
Die Baumwollpflanze, ein Malvengewächs wächst als Strauch und erreicht eine Höhe von ca. 25 cm bis 2 m.
Nach der Blüte der Pflanze öffnet sich die Kapsel, aus der die Samenhaare hervorquellen. Diese Samenhaare sind die Baumwollfasern, die nach dem Spinnen zu Spinnfasergarn verarbeitet werden. Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Baumwolle ist die Faserlänge – die sogenannte Stapellänge.
Obwohl Baumwolle eine Naturfaser ist, ist ihr Anbau oft problematisch und mit hohem Verbrauch von Wasser und Agrarchemikalien verbunden.
Baumwolle wird auf etwa 1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde angebaut. Auf diesem 1% werden aber etwa 20% aller weltweit verwendeten Agrarchemikalien eingesetzt. |